NABU lädt zu einer Waldwanderung ein

Exkursion durch den Forst in Frohnhausen

Der NABU Donsbach lädt zu einer Exkursion durch den Frohnhäuser Forst am Sonntag, den 26. Juni ein. Treffpunkt ist das Wasserwerk in der Oberen Waldstraße um 14.00 Uhr. Von dem Wasserbassin wird die Wanderung in Richtung Dillenburg führen. Oberhalb des Baumarktes geht der Weg dann zum Heunstein. Die Exkursion wird vom Vorstandsmitglied des NABU Donsbach, Ernst-Peter Wissenbach, geleitet.

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Vogelstimmenwanderung durch die Sechsheldener Gemarkung

Der NABU Donsbach hat die Tradition des NABU Sechshelden weitergeführt und am Pfingstmontag zu einer Vogelstimmenwanderung eingeladen. Unter der Leitung von Walter Veit, dem Kreisvorsitzenden des NABU Lahn-Dill, begann die Wanderung in der Dorfmitte. Veit, ein Experte für Flora und Fauna, konnte schon beim Dorfgemeinschaftshaus den 40 Teilnehmenden die ersten Vögel erläutern. Unter der Dillbrücke konnte eine Wasseramsel beobachtet werden. Die Exkursion führte durch das Dorf und weiter durch die Gemarkung zur Hart.

Auf diesem wertvollen Habitat ist fast nur der Ginster zu sehen. Zwar blüht dieser im Frühjahr wunderschön, lässt aber anderen wichtigen Pflanzen keinen Platz zum Wachsen. Die Teilnehmenden an der Exkursion würden sich von der Stadt Haiger wünschen, dass große Teile des Ginsters entfernt werden, um dadurch mehr Vielfalt für die Pflanzen- und Vogelwelt zu erhalten. Dies wäre gerade in der Zeit von Klimawandel und Artenschwund ein wichtiges Projekt. Hier sollten die Kommunen die Zeichen der Zeit erkennen und sich aktiv für die Biodiversität einsetzen. Großes Glück hatten die Naturliebhaber, dass der Wendehals gesehen wurde. Dieser seltene Vogel gehört zur Gattung der Spechte, hat aber keine große Ähnlichkeit mit Bunt- oder Schwarzspecht.

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Vogelstimmenwanderung des NABU in Sechshelden

am Pfingstmontag, den 6. Juni 2022 um 8.00 Uhr

Die Arbeitsgruppe Sechshelden im NABU Donsbach lädt für Pfingstmontag, den 6. Juni 2022 zu ihrer Vogelstimmenwanderung ein. Bedingt durch die Corona-Pandemie ist dies die erste Exkursion seit 2019. Treffpunkt und Uhrzeit ist beim Sechsheldener Dorfgemeinschaftshaus um 8.00 Uhr. Als Experte konnte für die Vogelstimmenwanderung der Kreisvorsitzende des NABU, Walter Veit, gewonnen werden. Veit ist ein vorbildlicher Kenner der Vogel- und der Pflanzenwelt. So werden viele Vögel gesehen, vor allem auch gehört werden. Die Vogelstimmenwanderung führt auch über die Hart, ein für Flora und Fauna wichtiges Gebiet.  Mit der Stadt Haiger besteht ein Landschaftspflegevertrag mit dem Ziel, dass die bedeutsamen Lebensräume der einheimischen Pflanzen -und Tierarten in ihrem Bestand gesichert werden und somit zur Schaffung eines nachhaltigen Biotopverbundsystems beigetragen wird. Weitere Informationen über den NABU können über www.nabu-donsbach.de eingesehen werden. Einer Anmeldung für die Vogelstimmenwanderung bedarf es nicht.

Jahreshauptversammlung NABU Donsbach am 29. April 2022 im DGH Donsbach

Peter Wissenbach
Peter Wissenbach

Hauptthema der Jahreshauptversammlung des NABU Donsbach war ein Vortrag über naturnahe Waldbewirtschaftung. Das Vorstandmitglied Ernst-Peter Wissenbach befasst sich schon lange mit diesem Thema. Ansporn, so Wissenbach, seien die Veröffentlichungen und Bücher von Peter Wohlleben gewesen. So habe er sich bei Peter Wohllebens Waldakademie zum Waldführer ausbilden lassen. In einem Video begrüßte Peter Wohlleben die NABU Mitglieder und führte die Vorteile einer naturnahen Waldbewirtschaftung auf. Der Wald trage nicht nur zur Kühlung bei und habe eine große Artenvielfalt, sondern stelle auch für die Menschen ein Platz der Ruhe und des Glücks dar. Wissenbach führte in seinem Referat aus, dass er lange Zeit der Meinung gewesen sei, ein aufgeräumter Wald sei ein guter und gesunder Wald. Seine Meinung habe sich jedoch grundlegend geändert, als sein Sohn ihm einige Bücher eines bis dahin unbekannten Autors namens Peter Wohlleben empfahl. Dieser vertrat eine ganz andere Meinung als die Forstwirtschaft.

Peter Wohlleben (C) Foto: Miriam Wohlleben
Peter Wohlleben (C) Foto: Miriam Wohlleben

Wissenbach erläuterte, dass es eine Verbindung über das Wurzelwerk der Bäume gebe und über diese ein Austausch von Nahrung stattfinde. Weiter würden Bäume, welche durch den Mangel an Licht nicht genügend Fotosynthese betreiben könnten, von ihren großen Verwandten mit Zuckerlösungen versorgt. Ein interessantes Phänomen sei, dass manche Baumstümpfe noch über sehr lange Zeit von den Nachbarbäumen mit Nährstoffen versorgt würden, ohne selbst Photosynthese zu betreiben. Auch gebe es eine Kommunikation zwischen Bäumen durch Pilzfasern. Ähnlich wie Nervenbahnen tauschten sich die Bäume miteinander aus. Dabei handele sich um Botschaften wie Wassermangel, Schädlingsbefall und Tierfraß. Dies führe dann zu Abwehraktionen der Nachbarbäume. So würde die Produktion von Bitterstoffen angeregt. Dies sei auch bewiesen. In Amerika habe man das Geflecht eines Baumes entdeckt, welches sich zwölf Quadratkilometer ausgebreitet hat. Ein weiteres Netzwerk seien die Terpene, ein ganz speziellerer Duftstoff. Diese Terpene würden auch von uns Menschen als angenehmer Duft empfunden. Denn wer habe noch nicht den angenehmen Duft von Tannen oder Douglasien an einem sonnigen Tag im Wald genossen. Aber nicht nur der angenehme Duft sei eine Wohltat für uns Menschen. Diese Terpene führten zu Blutdrucksenkungen und durch deren Wirkung sei die Luft im Wald fast frei von Bakterien und Viren. Der Einblick, so Wissenbach, in diese komplexe Ökogemeinschaft habe seine Ansicht über die Waldbewirtschaftung grundlegend geändert. Die landläufige Vorstellung über den Wald sei gemeinhin das Betrachten aus kommerzieller Sicht. Das Holz müsse effektiv, kostengünstig und mit wenig Körperkraft und Aufwand produziert werden. Rückegassen würden den Forst alle 20 Meter durchschneiden. Neuerdings würden Baumarten wie die nordamerikanische Roteiche oder auch Zedern gepflanzt, von denen niemand wisse, ob sie mit unserem Klima kompatibel seien oder ob diese mit unseren Bodenlebewesen in Einklang leben könnten. Hinzu komme noch der Kahlschlag. Ein gesunder Mischwald mit hohem Buchenanteil kühle im Sommer seine Umgebung um bis zu zehn Grad herunter, was natürlich durch einen Kahlschlag nicht mehr möglich sei. Dort führe die Sommerhitze zu einer erhöhten Bakterienaktivität und einer Freisetzung des im Boden gespeicherten Kohlenstoffs. Immerhin seien 50 Prozent des Kohlenstoffes im Waldboden gespeichert. In unseren Breiten seien die Buchenwälder die richtige Lösung. Buchen sollten aber ein geschlossenes Kronendach aufweisen, um sich gegenseitig kühlen zu können und den Boden zu beschatten. Leider würden zu oft einzelne Buchen freigestellt. Dadurch komme es zu Hitzeschäden an den Bäumen. Das Fazit sei, dass sich der Wald ganz gut ohne das menschliche Zutun entwickeln werde und unser Vertrauen in die Natur und deren Mechanismus wichtiger sei. Unser Wald könne gut ohne menschliches Eingreifen gesundwerden; man müsse ihm nur Zeit lassen. Dies sei jedoch nicht im Sinne einer ertragsreichen Forstwirtschaft.

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Frühlingswanderung 2022: Blick vom Kornberg ins weite Land

Der NABU Donsbach hatte zu einer Frühlingswanderung eingeladen. Treffpunkt der fast 40 teilnehmenden Naturliebhaber war die Donsbacher Grillhütte. Frank Markus Dietermann, der Vorsitzende des NABU Donsbach, erläuterte während der Wanderung die Sehenswürdigkeiten in der Gemarkung und ging auf die Geschichte des Dorfes ein. Die Tour führte zunächst auf den Kornberg, den Hausberg der Donsbacher. Von dort ist die Sicht einmalig. Die Kalteiche, die Struth, das Dietzhölztal mit seinen Orten, der Schelderwald und die Burg Greifenstein konnten bei blauen Himmel gesehen werden. Selbst der Große Feldberg im Taunus war zu erblicken.

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Pflegemaßnahmen beim Ziegenberg

Der NABU Donsbach hat Pflegeverträge mit der Stadt Dillenburg, der Stadt Haiger, der Unteren Naturschutzbehörde des Lahn-Dill-Kreises und dem Forst Hessen. Inhalte der Verträge sind die Schutzerhaltung von wichtigen Biotopen. Dies betrifft Flächen in allen drei Donsbacher Naturschutzgebieten sowie wichtigen Trocken- bzw. Halbtrockenrasenflächen. Teile der großen Fläche der Hardt in Sechshelden werden gleichfalls seit vielen Jahren, früher noch von der Sechsheldener NABU Ortsgruppe, bearbeitet. Ziel der Arbeiten ist immer eine Verbuschung dieser wichtigen und auch schönen Biotope zu verhindern. Vor allem der Schwarzdorn und Sprösslinge von Bäumen müssen entfernt werden.

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Vogel des Jahres 2022

Der NABU Deutschland hatte zum zweiten Mal dazu aufgerufen, den Vogel des Jahres öffentlich zu wählen. Nach der ersten öffentlichen Wahl zum Vogel des Jahres 2021, welche das Rotkehlchen für sich entscheiden konnte, wurde nunmehr der Wiedehopf zum Vogel des Jahres 2022 gewählt. Viele Menschen dürften den neuen Jahresvogel aus der „Vogelhochzeit“ von Hoffmann von Fallersleben kennen. In dem Kinderlied bringt der Wiedehopf „der Braut den Blumentopf“. Der schöne Vogel konnte die Mehlschwalbe, den Bluthänfling, den Feldsperling und den Steinschmätzer besiegen.

Foto: Frank Derer
Foto: Frank Derer
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