Vogelstimmenwanderung des NABU Donsbach in Sechshelden

Am Pfingstmontag hatte die Arbeitsgruppe Sechshelden des NABU Donsbach zu ihrer jährlichen Vogelstimmenwanderung eingeladen. Treffpunkt war diesmal um 8.00 Uhr am Friedhof. Als Experte konnte Jürgen Lauber den Naturfreundinnen und Naturfreunden die heimischen Vögel näherbringen. Immerhin nahmen fast 40 an der Vogelwelt Interessierte an der Vogelstimmenwanderung teil.

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Kräuterwanderung 2026

Zu einer Kräuterbestimmung fanden sich wieder viele Interessierte bei der Naturstation Talblick des NABU Donsbach ein. Wie schon im letzten Jahr konnte der Vorsitzende des NABU Donsbach, Frank Markus Dietermann, den Botaniker Günter Schwab als Fachmann begrüßen. Auf dem großen und naturbelassenen Gelände des NABU Donsbach konnte Günter Schwab wieder mehr als 30 Arten bestimmen. Dazu gehörten noch nicht einmal die vielen Grassorten. Die große Wiese glänzte im hellen Gelb der Schlüsselblume. In Donsbach kommt diese wunderschöne Blume sehr oft vor.

Die sehr interessierten Besucher zeigten sich erstaunt über die hohe Zahl an Pflanzen und Kräutern. Das Areal wird einmal im Jahr gemäht und zeigt sich von Monat zu Monat in einem anderen Gewand. Viele der Blumen und Kräuter sind essbar oder sogar als Heilpflanzen nutzbar. Hier und da sollte man jedoch auf den Genuss verzichten. Beim Löwenzahn sind jedoch Blätter und Blüte genießbar. Der Bärlauch hat einen intensiv knoblauchartigen und aromatischen Geschmack und kann für Dip-Saucen verwendet werden. Als Appetitanreger und Dekoration können Veilchen, das Frühlings-Fingerkraut und das Labkraut dem Salat eine gute Würze geben. 

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Jahreshauptversammlung 2026

Der NABU Donsbach hatte zu seiner jährlichen Jahreshauptversammlung in das Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Der Vorsitzende Frank Markus Dietermann konnte dort Mark Harthun begrüßen. Harthun ist beim NABU-Landesverband Hessen Geschäftsführer für den Bereich Naturschutz. Dem NABU Donsbach war es wichtig zu erfahren, wie der aktuelle Sachstandsbericht für die hessischen Wälder aussieht.

Naturwald im Taunus
Foto: Berthold Langenhorst
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Winterwanderung am 17. Januar 2026 um 14.00 Uhr

Der NABU Donsbach lädt zu seiner alljährlichen Winterwanderung am Samstag, den 17. Januar ein. Treffpunkt ist um 14.00 bei der Naturstation Talblick. Von dort führt die Wanderung entlang des Naturschutzgebietes Alteberg-Sauernberg vorbei am Sportplatz und durch die Hasel. Weiter geht es über den Nannberg und den Alkersbach zurück zur Naturstation. Leider sind auf dieser Route viele Fichten, Kiefern und Lärchen abgestorben. Ein kleiner Vorteil ist, dass man von den Höhen weit in die Ferne blicken kann.  In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass nur noch hitzeresistente Baumsorten gepflanzt werden. Und von großer Wichtigkeit für die Biodiversität ist der Erhalt von alten Laubwäldern. Dafür müssen diese zu Naturwäldern ausgewiesen werden. 

Eines der wichtigsten Strukturmerkmale eines Naturwaldes ist das Totholz. In diesem Lebensraum gibt es etwa 1400 Käferarten, 1500 Pilzarten, 50 Vogelarten, 15 Fledermausarten sowie über 50 Wildbienenarten. Studien haben gezeigt, dass in Naturwaldreservaten, die sich selbst überlassen werden, mehr als die Hälfte der Arten vorkommen, als in bewirtschafteten Vergleichsbeständen. Um die Artenvielfalt zu erhalten, sind auch in lokalen Wäldern solche Kernflächen unbedingt von Nöten. Nach der Wanderung gibt es bei der Naturstation ein Lagerfeuer, gutes Essen und Trinken sowie gemütliches Beisammensein. 

Vogel des Jahres 2026: Das Rebhuhn

Das Rebhuhn übernimmt ab Januar 2026 das Amt des Jahresvogels 2025, dem Hausrotschwanz. Mit 81.855 Stimmen (44,5 Prozent) ergatterte der Hühnervogel den Pokal, dahinter, mit deutlichem Abstand auf Platz zwei, die Amsel mit 49.011 Stimmen (26,6 Prozent). Die beiden nachtaktiven Jägerinnen landeten auf Platz drei und vier: Die Waldohreule mit 23.352 Stimmen (12,7 Prozent) und die Schleiereule mit 21.556 Stimmen (11,7 Prozent). Für den Zwergtaucher stimmten lediglich 8.270 Teilnehmende (4,5 Prozent). Die fünf Vögel standen vom 2. September bis 9. Oktober 2025 öffentlich zur Wahl. Jeder der Kandidaten brachte seine eigene Forderung zum Naturschutz mit.  Mit dem Rebhuhn rückt ein stark gefährdeter Agrarvogel ins Rampenlicht. Und das aus gutem Grund: Sein Lebensraum sind Äcker und landwirtschaftlich genutzte Flächen, wo in den frühen Morgen- und späten Abendstunden die raue Stimme der Hähne erklingt. Doch das Rebhuhn wird immer seltener, ob in heutiger Schreibweise oder als „Rep- oder Repphuhn“ in älteren Quellen. Der deutsche Name wie auch die wissenschaftliche Bezeichnung Perdix perdix gehen direkt auf den markanten Revierruf des Männchens zurück. Mit seinem rauen, schnarrenden Ruf macht das Rebhuhn in den frühen Morgen- und späten Abendstunden deutlich, wem das Feld gehört und liefert damit gleich selbst die Erklärung für seinen Namen. Das Rebhuhn gehört zur Familie der Hühnervögel und wird den Fasanenartigen zugeordnet. Anders als seine schillernden Verwandten verzichtet es auf auffälligen Federschmuck. Männchen und Weibchen sehen sich erstaunlich ähnlich. Nur der markante Bauchfleck verrät das erwachsene Männchen. Beim Weibchen ist dieser weniger ausgeprägt. Ihr graubraunes Gefieder ist perfekt getarnt für ein Leben am Boden, wo sie scharrend und pickend nach Nahrung suchen oder genüsslich Sand- und Staubbäder nehmen.

Foto: NABU (Getty Images / Jan Piecha)
Foto: NABU (Getty Images / Jan Piecha)
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