Vogelstimmenwanderung des NABU Donsbach in Sechshelden

Am Pfingstmontag hatte die Arbeitsgruppe Sechshelden des NABU Donsbach zu ihrer jährlichen Vogelstimmenwanderung eingeladen. Treffpunkt war diesmal um 8.00 Uhr am Friedhof. Als Experte konnte Jürgen Lauber den Naturfreundinnen und Naturfreunden die heimischen Vögel näherbringen. Immerhin nahmen fast 40 an der Vogelwelt Interessierte an der Vogelstimmenwanderung teil.

Da die Bestimmung nicht direkt in der Ortsmitte begann, fehlten zunächst die typischen Stimmen wie die des Hausrotschwanzes oder die Flugkünste der Schwalben. Die Wanderung führte entlang des Waldes und der freien Fläche Richtung Manderbach. Hier, im Dickicht, war zunächst noch Schatten, sodass die Stimmen der Vögel erst bei Sonnenschein erklangen. So konnten unter anderem Grünspecht, Bachstelze, Rotkehlchen, Braunkelchen, Amsel, Blaumeise, Kohlmeise, Rabenkrähe, Elster, Dohle, Haussperling, Goldammer, Buchfink, Turmfalke, Bussard, Roter Milan, Kleiber, Ringeltaube und Graureiher gehört und gesehen werden. Zu hören waren daneben Kuckuck, Singdrossel, Gartengrasmücke, Dorngrasmücke, Mönchsgrasmücke, Zilpzalp, Fitis und Sommergoldhähnchen. In der Summe konnten über 30 Vogelarten gehört und gesehen werden.
Ein Höhepunkt der Wanderung war an der Kreisstraße zwischen Manderbach und Sechshelden. Eine Feldlerche ließ es sich nicht nehmen, über Minuten hinweg über den Köpfen der Vogelfreunde ihren Singflug darzubieten.
Leider nehmen gerade die Singvögel rapide ab. Und dies besonders bei den Feld- und Wiesenvögeln. So konnten bei der Wanderung weder der Wiesenpieper noch der Baumpieper gesichtet werden. Selbst die früher auf jedem Baum sitzende Goldammer war nur spärlich zu hören und zu sehen. Auch der Feldsperling ist nur noch ein seltener Gast auf Wiesen und Feldern.
Nach der gut zweistündigen Wanderung konnten Getränke und Grillwürstchen zu sich genommen werden.